Videos

Fotos

Hubert Burda Media on Facebook
3. November 2011 - 10:08
Ereignisse

Brücke in die
digitale Zukunft

In den vergangenen Tagen stand Tel Aviv ganz im Zeichen von DLD: Die erste „Digital-Life-Design"-Konferenz in Israel brachte rund 800 Vordenker, Unternehmer, Investoren und Wissenschaftler zusammen. „Tel Aviv ist ein besonderer Platz, weil hier zwei Ingredienzien zusammenkommen, die es braucht, um eine Wirtschaft nach vorne zu bringen: Innovation und Entrepreneurship“, erklärt Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen.

Seit Jahrzehnten pflegt Hubert Burda Media eine enge Beziehung zu Israel. Auch der Weg von DLD begann hier: mit der Vorläufer-Konferenz „Cool People in the Hot Desert“ im Jahr 2000, die der zündende Funke war. Dass die Konferenz mittlerweile Treffpunkt einer globalen Digital-Generation ist, wurde beim Auftakt des DLD Summit am Dienstag deutlich. „Wir leben in einer Zeit neuer Möglichkeiten“, sagte Hubert Burda, gemeinsam mit dem israelischen High-Tech-Unternehmer Yossi Vardi Schirmherr der Konferenz. Er zitierte Walter Benjamin: „Wann immer sich die Medien ändern, ändert sich die Gesellschaft. Das geschieht zur Zeit - es gibt einen ,New spirit‘. Er hat das gleiche Momentum wie die Zeit von Gutenberg.“

Zwei Tage bot das DLD Tel Aviv Summit eine Plattform für interkulturellen Austausch und geschäftliche Vernetzung - mit 50 hochkarätigen Referenten wie Yandex-Gründer Arkady Volozh, Grammy-Gewinner Steve Greenberg und Miri Ben-Ari, Chemie-Nobelpreisträger Daniel Shechtman, Neurowissenschaftler Amiram Grinvald oder Bürgerrechtlerin Stav Shaffir. Ein fruchtbarer Austausch besteht seit langen Jahren zwischen dem Dreieck DLD, Silicon Valley und Israel – aufgrund der ähnlich hohen Konzentration an High-Tech-Industrie auch „Silicon Wadi” genannt. So waren zahlreiche Investoren und Vertreter der großen US-Player zur ersten Konferenz in Israel gereist, um über digitale Märkte und Wachtumspotenziale zu diskutieren.

Wie Wachstum auch funktionieren kann, erklärte Googles Vice President of Corporate Development David Lawee, der am zweiten Summit-Tag die Auftaktrede hielt. Das Google-Geheimnis: „Kleine Akquisitionen haben eine immense Auswirkung.“ Lawee beschrieb, wie der US-Riese den strategischen Ausbau des Unternehmens vor allem durch den Zukauf kleiner bis sehr kleiner Firmen vorangetrieben hat. Im anschließenden „Entrepreneurship“-Panel diskutierten Googles Development Advocat Don Dodge und Investoren von AOL, SAP, Accel sowie Jan-Gisbert Schultze von Acton Capital Partners. „Zukunftstrends sind Mobile, Local, Social und Games. Ein Investment sollte mindestens zwei der Punkte erfüllen. Am besten alle vier“, sagte Dodge.

Traditionell beleuchtet „Digital – Life – Design“ verschiedene Einflüsse auf Märkte und Gesellschaft im digitalen Zeitalter. So bildeten in Tel Aviv die Themenfelder Kunst und Kreativität, Wissenschaft und Bildung weitere Schwerpunkte. Und natürlich gehörten – ganz im Geiste des „Connect the unexpected“ – überraschende Auftritte zum Programm, darunter die Salsa-Einlage des „Dancing Hacker" Pablos Holman.

Mit diesen vielfältigen Eindrücken ging DLD Tel Aviv 2011 im Hafen von Jaffa zu Ende. 2012 werden die Gründer Stephanie Czerny und Marcel Reichart an den unternehmerischen und interkulturellen Zukunftsdialog in Israel anknüpfen.

Weitere Impressionen von DLD in Israel 2011 finden Sie auf der Facebook-Seite der DLD Conference, auf der DLD Tel Aviv-Website, auf Flickr und dem Blog der IBC-Studenten Christian Weiß und Robert Kowalksi, die ihre Eindrücke vor Ort exklusiv zusammengefasst haben.


Weitere Bilder
+ Weitere Online-Angebote von Hubert Burda Media