Christa Maar im
Interview
Was sind die Schwerpunkte des diesjährigen Aktionsmonats?
Thematischer Schwerpunkt des Darmkrebsmonat März ist in diesem Jahr das familiäre Risiko für Darmkrebs: Mehr als vier Millionen Menschen sind in Deutschland betroffen. Unter dem Motto „Familie & Verantwortung“ klärt die Felix Burda Stiftung die Menschen über die Risiken für die Erkrankung auf und zeigt gleichzeitig, dass heute niemand an Darmkrebs erkranken muss, wenn er rechtzeitig zur Vorsorge geht.
Ist das Risiko tatsächlich höher, Darmkrebs zu bekommen, wenn die Krankheit in der Familie vorkommt?
69.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an Darmkrebs. Bei mehr als 20.000 Betroffenen liegt ein familiäres Risiko vor. Schon bei einem Fall von Darmkrebs in der Familie verdoppelt bis verdreifacht sich das Risiko aller direkten Verwandten (Eltern, Geschwister, Kinder), ebenfalls an Darmkrebs zu erkranken. Sind mehrere Verwandte betroffen steigt das Risiko weiter an. Wer Darmkrebs in der Familie hat, sollte auf jeden Fall früher mit der Vorsorge beginnen, spätestens mit 40 Jahren. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Zehn Jahre Darmkrebsmonat März: Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Stolz sind wir vor allem darauf, dass das Thema Darmkrebsvorsorge heute kein Tabu mehr ist. Die Menschen sprechen heute offen darüber, auch in Ihren Familien. Das ist wichtig, denn wer ein familiäres Risiko hat, muss rechtzeitig zur Vorsorge gehen. Ein großer Erfolg der Stiftungsarbeit war auch die Einführung der Vorsorgekoloskopie 2002. Das Ergebnis bis heute: 100.000 Menschen ist die Erkrankung an Darmkrebs erspart geblieben und bei 50.000, die den Krebs schon hatten, wurde er früh erkannt und sie konnten geheilt werden. Geschafft haben wir diese wichtigen Schritte vor allem durch die Unterstützung der Medien, die seit erstmaliger Ausrufung des Aktionsmonats März über die Erkrankung und Vorsorgemöglichkeiten informieren.
Zum ersten Mal hat der Darmkrebsmonat März mit Familienministerin Kristina Schröder eine Schirmherrin. Warum?
In diesem März geht es schwerpunktmäßig um familiären Darmkrebs. Daher sind wir froh, dass die Familienministerin die Schirmherrschaft für den Darmkrebsmonat übernommen hat.





