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15. September 2010 - 23:53
Ereignisse

Die Gewinner der
Goldenen Henne

Berlin im Henne-Fieber – bei der Verleihung von Ostdeutschlands Medienpreis, der GOLDENEN HENNE im FriedrichstadtPalast. Die Gala stand im Zeichen zweier Jubiläen: zwanzig Jahre Deutsche Einheit und zwanzig Jahre SUPERillu. Mit der GOLDENEN HENNE für sein Lebenswerk wurde Verhüllungskünstler Christo ausgezeichnet. Mit seiner mittlerweile verstorbenen Ehefrau Jeanne-Claude rückte er ein gesamtdeutsches Symbol in neues Licht – die Verhüllung des Reichstags faszinierte die Republik 1995. Zu seinen Ehren wurde während der Live-Sendung (MDR und rbb übertrugen) auch der FriedrichstadtPalast verpackt. Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit überreichte die GOLDENE HENNE an den Ausnahmekünstler mit den Worten: „Es ist das Verdienst von Christo, dass die Menschen Teil der Kunst wurden und die Weltöffentlichkeit auf ein heiteres, lebensfrohes Deutschland blickte. Und normalerweise sind es ja die Enthüllungen, die die Nachrichten beherrschen – dass jemand mit Verhüllungen Schlagzeilen macht, ist etwas ganz Besonderes.“In der Kategorie „Politik“ überreichte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck die GOLDENE HENNE an Joachim Gauck für sein Wirken als Aktivist vor der Wende und Aufarbeiter danach – begleitet von Standing Ovations des Publikums. „Er kann sowohl Herzen als auch den Verstand ansprechen“, würdigte Matthias Platzeck den ehemaligen Kandidaten für das Bundespräsidentenamt. „Ich habe das Gefühl, dass es 100 Jahre keinen glücklicheren Verlierer gab als mich“, sagte Gauck in seiner Dankesrede über die verlorene Wahl, „denn ich habe in den letzten Monat soviel Gutes erfahren“. In seiner Rede erinnerte Gauck auch an eine Wegbegleiterin: „An dieser Sendung gefällt mir auch, dass es nicht nur lustig ist, sondern auch ernst, sehr ernst und deswegen sende ich einen Gruß an eine Liebhaberin der Freiheit, die leider nicht mehr unter uns ist: Bärbel Bohley.“

Gauck appellierte auch an die Jugend, ihre Freiheit aktiv zu nutzen – eine Aufforderung, der zumindest Lena Meyer-Landrut in diesem Jahr nachgekommen war. Sie bekam die GOLDENE HENNE in der Kategorie „Sympathie-Botschafterin für ein junges, modernes Deutschland“. Ihr Laudator, Kai Wiesinger, sagte: „Lena wurde zur Botschafterin für ein neues, entspanntes Lebensgefühl.“ Selten hat man die Hannoveranerin so sprachlos gesehen. Auf der Bühne ließ sie mit einem Medley das Eurovision-Feeling noch einmal aufleben.

Weitere Preisträger im Überblick:

Moderation: Günter Netzer und Gerhard Delling
Laudatio: Katarina Witt

Musik: Helene Fischer
Laudatio: Ruth Moschner

Charity: HaitiCare e.V.
Laudatio: Jochen Wolff

Klassik: Lang Lang
Laudatio: Dr. Peter Ramsauer

Sport: die deutsche Nationalmannschaft
Laudatio: Arthur Abraham

Schauspiel: Janina Hartwig & Fritz Wepper
Laudatio: Elisabeth Lanz

Aufsteiger des Jahres: Anna Felicitas Sarholz (Pate: Steffen Simon)
Laudatio: Mitri Sirin

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