Griechisches Gericht
spricht FOCUS-Journalisten frei
Der Artikel, der mit einer Fotomontage der Statue der Venus von Milo mit ausgestrecktem Mittelfinger illustriert wurde, ist laut dem Urteil nicht als Beleidigung Griechenlands zu werten. Der Artikel, in dem es unter anderem darum ging, dass Griechenland jahrelang falsche Daten nach Brüssel gemeldet hatte, beziehe sich lediglich auf das Handeln griechischer Politiker.
FOCUS-Pressesprecher Jonas Grashey: „Alles andere als ein Freispruch wäre höchst verwunderlich gewesen. Das ist ein Erfolg für die Pressefreiheit, wobei wir gerne darauf verzichtet hätten, ihn erringen zu müssen – denn die Anklage war in unseren Augen eine Farce.“
Zum Hintergrund: FOCUS hatte im Februar 2010 auf der Titelseite ein Bild der Venus-Statue mit ausgestrecktem Mittelfinger gedruckt. Die Überschrift: "Betrüger in der Euro-Familie - Bringt uns Griechenland um unser Geld?". Sechs griechische Anwälte hatten daraufhin das Nachrichtenmagazin verklagt.





