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3. April 2012 - 14:34
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Griechisches Gericht
spricht FOCUS-Journalisten frei

Der Streit in Athen um eine FOCUS-Titelgeschichte ist beigelegt: Ein griechisches Gericht hat den ehemaligen FOCUS-Chefredakteur und heutigen Herausgeber Helmut Markwort vom Vorwurf der Verunglimpfung griechischer Nationalsymbole freigesprochen und die Verfahren gegen die anderen FOCUS-Journalisten eingestellt. Helmut Markwort: „Respekt vor der griechischen Justiz. Wir hatten kalkuliert, dass die Pressefreiheit erst vor dem Europäischen Gerichtshof siegt.“ FOCUS-Anwalt Vassilis Karkazis: „Ein anderes Urteil hätte den Rechtsstaat Griechenland um Jahre zurückgeworfen.“ [ergänzt um 17:13 Uhr]

Der Artikel, der mit einer Fotomontage der Statue der Venus von Milo mit ausgestrecktem Mittelfinger illustriert wurde, ist laut dem Urteil nicht als Beleidigung Griechenlands zu werten. Der Artikel, in dem es unter anderem darum ging, dass Griechenland jahrelang falsche Daten nach Brüssel gemeldet hatte, beziehe sich lediglich auf das Handeln griechischer Politiker.

FOCUS-Pressesprecher Jonas Grashey: „Alles andere als ein Freispruch wäre höchst verwunderlich gewesen. Das ist ein Erfolg für die Pressefreiheit, wobei wir gerne darauf verzichtet hätten, ihn erringen zu müssen – denn die Anklage war in unseren Augen eine Farce.“

Zum Hintergrund: FOCUS hatte im Februar 2010 auf der Titelseite ein Bild der Venus-Statue mit ausgestrecktem Mittelfinger gedruckt. Die Überschrift: "Betrüger in der Euro-Familie - Bringt uns Griechenland um unser Geld?". Sechs griechische Anwälte hatten daraufhin das Nachrichtenmagazin verklagt.
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